Weinkunde von A bis Z

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Buchtipp
Weitere Buchtipps

Eine kleine Weinkunde


Abstich
Umfüllen des Weines während seiner Kellerentwicklung zum Trennen von Hefe und Trubstoffen.

Anreicherung
Erhöhung des natürlichen Alkoholgehalts durch Zugabe von Zucker zur weiteren Vergärung.

AP-Nummer
Als Nachweis der amtlichen Prüfung bekommen alle Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete und Prädikatsweine eine Nummer. Geprüft werden sogenannte Vorbedingungen wie Farbe, Klarheit, Sortentypigkeit und vieles mehr. Bewertet wird mit dem so genannten 5-Punkte-System Geruch, Geschmack und Harmonie des Weines.

Auslese
Spitzenwein aus vollreifem, oft edelfaulem ausgesuchtem Traubengut. Am delikatesten sind die Riesling und Scheurebe Auslesen dank der hohen Säure.

Barrique
Kleines Eichenholzfass mit einem Fassungsvermögen von 225 bis 350 Litern. Durch die Lagerung in diesem Fass nimmt der Weine dessen einzigartigen Geschmack an.

Beerenauslese
Seltene Spitzenweine, die aus überreifen, oft edelfaulen Beeren gekeltert werden. Sie zeichnen sich aus durch reife Süße, Würze und Fülle und zeigen das unverkennbare Aroma der Edelfäule.

Biowein
Volkstümlicher Ausdruck für Weine, die mit minimalem Einsatz an chemischen Spritz- und Düngemitteln erzeugt worden sind. Nach jahrzehntelangen Erfahrungen sind heute vielfach gute, charaktervolle Bioweine im Angebot. Sicherheit im Einkauf konsequent ökologisch erzeugter Weine bieten die Verbandssiegel der Öko-Anbauverbände, wie ECO VIN (Zeichen des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau BÖW), Bioland, Naturland.

Blume
Der angenehme Duft (Geruch) des Weines, der sich im Glas entfaltet. Man spricht von edler, zarter, feiner Blume. Auch der Ausdruck Bukett bezieht sich auf den Geruchseindruck.

Böckser
Weinfehler; Geruch nach faulen Eiern.

Botrytis (Edelfäule)
Der Schimmelpilz Botrytis cinerea veredelt die spät ausgereiften Trauben und macht sich im Wein geschmacklich durch eine angenehme süßliche Note bemerkbar.

Bukett, Bukettstoffe
Gesamtheit der charakteristischen Geruchsstoffe (Aromastoffe, Geruch) eines Weines, die auch den Geschmack prägen. Je nach dem Grad der Duftstoffentwicklung spricht man von feinfruchtig-blumigen, bukettreichen, parfümierten oder sogar aufdringlichen Weinen.

Degorgieren
Entfernung der Hefe vom vergorenen Sekt bei der traditionellen Flaschengärung.

Dekantieren
Umfüllen alter Weine in eine Karaffe.

Depot
Auch Bodensatz oder Niederschlag genannt. Feste Bestandteile, die sich während der Lagerung in der Weinflasche absetzen; bei liegender Aufbewahrung als länglicher Streifen an der Flaschenseite erkennbar.

Eiswein
Hierfür werden die Trauben unter minus 7 Grad gelesen und gekeltert. Das Wasser in den Beeren ist dabei gefroren, die Weininhaltstoffe werden konzentriert.

Entrappen
Trennen der Traubenstiele und Stengel von den Beeren.

Federweißer
(auch: Neuer, Sauser, Süßer) Neuer Wein; in der Gärung befindlicher Most.

Firne
Alterston im Wein, wenn der Wein seinen Entwicklungshöhepunkt überschritten hat.

Klingelberger
Rebsortenbezeichnung für Riesling in der Ortenau.

Korkgeschmack
Das Naturprodukt Kork ist eigentlich geruchs- und geschmacksneutral. Denoch kann es den Weingeschmack unangenehm beeinflussen. Der Wein riecht dann modrig, staubig.

Löß
Besonders fruchtbare, mineralische Flugsand-Ablagerung aus der Eiszeit. Der poröse, kalkhaltige Löß speichert die Feuchtigkeit sehr gut, was dem Wasserhaushalt der Reben und dem Nährstofftransfer dient. In Baden ist die Lößdecke am Kaiserstuhl, Tuniberg und im Breisgau charakteristisch.

Maische
In der Traubenmühle für die Gärung zerquetschte Trauben.

Maischegärung
Klassisches Rotweinbereitungsverfahren. Durch die Vergärung des Mostes gemeinsam mit den Beerenhäuten werden Farb- und Gärstoffe gelöst.

Milchsäure
Eine der wichtigsten Fruchtsäueren im Wein.

Most
Unvergorener Traubensaft.

Mostgewicht
Spezifisches Gewicht des Traubenmostes gemessen in Öchslegraden. Basiert auf dem Zuckergehalt des Mostes.

Moussieren
Das Prickeln des Weines unter Einfluß von Kohlensäure; die Schaumbildung und das Perlen beim Sekt.

Önologie
Die Wissenschaft vom Wein, die Lehre vom Weinbau.

Restsüße
Dabei handelt es sich um noch vorhandenen unvergorenen Zucker im jungen Wein. Sie kann aber auch von der vor der Füllung zugesetzten Süßreserve herrühren.

Rosé (Weißherbst)
Wird aus Rotweintrauben nach dem Verfahren des Weißweines (weiß gekeltert) hergestellt.

Rotling
Im Gegensatz zum Rosé oder Weißherbst wird dieser Wein aus einer Mischung von Rot- und Weißweintrauben oder deren Maische erzeugt, z.B. Badisch Rotgold aus Grauburgunder und Spätburgunder.

Schwefel
Traditionsreiches Stabilisierungsmittel in der Kellerwirtschaft. Seine Verwendung ist rechtlich streng begrenzt und wird zudem durch moderne Lese und Kellertechnik ständig reduziert.

Spätlese
Spätere Ernte von vollreifen Trauben.

Süßreserve
Trockene Weine werden gelegentlich gesüßt, indem man nach der Gärung unvergorenen Traubenmost hinzugibt.

Weinstein
Farb- und geschmacklose Kristalle, die sich am Korken oder am Boden der Flasche ansiedeln. Weine mit hohen Gehalten an Mineralien und Säure kristallisieren diese in Form von Weinstein aus.