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Die Wahl des richtigen Glases
Die Form des Weinglases entscheidet darüber, welchen Eindruck der Wein in der Nase und auf der Zunge macht. Wichtig: Das Glas soll farblos und klar sein, damit die Farbe voll zur Geltung kommt. Es sollte dünnwandig sein und sich nach oben hin tulpenförmig verjüngen. Diese Form garantiert, dass die Aromastoffe direkt zur Nase geführt werden. Aroma und Geschmack des Weines kommen dann besonders gut zur Geltung.
Für schwere Rotweine empfiehlt sich ein Glas mit großem Durchmesser. So kommt der Wein mit ausreichend Luft in Verbindung und Geschmack und Aroma entfalten sich optimal. Für leichte Weißweine dagegen empfiehlt sich ein schmales und kleines Glas. Der zarte Duft geht so nicht verloren. Die Regel also: Je feiner, leichter und zarter ein Wein ist, desto schmaler und schlanker sollte das Weinglas ausfallen. Für den Stiel gilt: Er sollte ausreichend lang sein, damit man das Glas gut fassen kann ohne es zu erwärmen. Wie nicht anders zu erwarten gibt es inzwischen sogar eine Normvorschrift der ISO, der International Standards Organisation, die Form und Größe des Weinglases vorschreibt.
Wein in Flaschen
Anders als in anderen Anbaugebieten kommt der badische Wein grundsätzlich in einer Flasche daher. Deshalb hier ein paar Worte zu den typischen Unterschieden.
Es gibt zwei Grundformen: Die Burgunderflasche mit flachen, abfallenden Schultern und die Bordeauxflasche mit hohen Schultern. Alle anderen Flaschenformen sind rein regionaltypisch und werden verwendet, um sich von anderen Anbaugebieten abzuheben. Die Standardweinflasche hat 0,75 Liter.
Kork oder nicht Kork, das ist hier die Frage
Hier streiten sich die Weingeister... oder anders gesagt: Alles nur eine Frage des Geschmacks? Nichts ist unangenehmer als festzustellen, dass die über Jahre gehegte und gepflegte Flasche durch den so genannten 'Kork' verdorben ist. Aber woher kommt denn dieser Korkgeschmack? Er entsteht durch Mikroorganismen, die (bereits am Baum oder bei der Lagerung entstanden) in der Korkrinde sitzen. Diese reagieren beim Waschen u. Bleichen mit den Chlorverbindungen und erzeugen Trichloranisol, den eigentlichen Geschmacksverderber. Man schätzt, dass ca. 1-3% aller Flaschenweine so zu ihrem Verderben gelangen.
Was ist zu tun? Entweder man verwende den besten Korken, d.h. er muss feinporig, elastisch und glatt sein; oder (in Deutschland noch immer ein Frevel) man greift auf den Schraubverschluss zurück. Obwohl die beste Garantie den Korkton zu vermeiden, ist man bei uns der Ansicht, dass auf das berühmte 'Plopp' nicht verzichtet werden kann. In der Schweiz wiederum hat man sich lange mit diesem Problem beschäftigt und einen Großteil der Abfüllung auf den Schraubverschluss umgestellt. Zum Schluss sei noch gesagt, dass bei Weinen, die viel atmen müssen (also Rotweine) auf den atmungsaktiven Korken nicht verzichten kann. |
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