Die Weinprobe

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Color - Odor - Sapor

Diese Formel, zu deutsch Farbe - Geruch - Geschmack, stammt noch von den alten Römern, die sich auch schon intensiv mit dem Problem der Weinprobe auseinandergesetzt haben. Sie beschreibt die Reihenfolge, wie sie auch heute noch bei der Weinprobe eingehalten wird.

Eine Weinprobe ist aber keine Angelegenheit für Spezialisten und nur diesen vorbehalten. Lassen Sie sich nicht durch Urteile von Fachleuten verunsichern. Wein ist schließlich eine Geschmacksfrage, d.h. lassen sie sich nur durch das eigene Empfinden leiten!

Vorbereitungen


Das Glas (siehe auch 'Glas, Flasche, Korken'):
Dünnwandig, farblos (keine Farbverfälschung), tulpenförmig (damit die Geruchsstoffe optimal zur Nase gelangen), ausreichend langer Stiel (damit sich das Glas nicht erwärmt wird);

Die Temperatur:
Weiß- und Roséweine bei 10 bis 11 Grad Celsius;
Rotweine bei 16 bis 18 Grad Celsius (früher waren Zimmer offenbar kälter);

Weißweine kurz vor der Probe öffnen;
Rotweine bereits Stunden vorher, damit sie atmen können;

Die Umgebung:
Kurz: Vermeiden Sie alle verfremdenden Einflüsse! Also ein helles freundliches Licht; keine fremden Geruchseindrücke (Parfüm, Zigaretten); zur Beurteilung der Farbe ein weisses Tischtuch oder ein Blatt Papier;

Die Probe


Niemals direkt nach einem Essen; die beste Zeit ist vormittags wenn die Sinne am empfindlichsten sind;

Die Reihenfolge:
Von leicht nach schwer: Also trockene Weine vor milderen, jüngere vor älteren, Weissweine vor Rotweinen;

Zwischen den Proben sollten Sie ihre Geschmacksinne mit etwas stillem Wasser und Weissbrot beruhigen.

Jetzt aber!

Nehmen Sie einen kleinen Schluck. Da vor allem die Geschmacksrichtungen süß, sauer und bitter ausschlaggebend sind, verteilen Sie den Wein gleichmäßig im Mundraum. Durch einsaugen von Luft werden zudem die Aromen über den Rachenraum zur Nase geleitet und der Geschmackseindruck intensiviert. Dieses Schlürfen ist ausdrücklich erlaubt. Beachten Sie, dass verschiedene Geschmackseindrücke zeitlich versetzt wahrgenommen werden... lassen Sie sich Zeit und beobachten Sie, wie sich die Wahrnehmung verändert. Nach dem Schlucken bleibt ein Nachgeschmack zurück, den man als Abgang bezeichnet. Dieser sagt einiges über die Qualität aus: Bei einem Spitzenwein bleibt ein lang anhaltender, nur langsam vergehender Eindruck zurück.